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Fushë Alia, Albanien

 

Unterricht unter
angemessenen Bedingungen


Erstmals hat IPA im Nordosten Albaniens ein Projekt, die Renovation einer Schule, durchgeführt – mit einer neuen IPA-Partnerin vor Ort.


Suela Koçibellinj ist eine junge, engagierte Albanerin. Sie leitet den Verein Vizion O.J.F. (die Abkürzung bedeutet dasselbe wie das englisch NGO – also nicht-staatliche Organisation). Der Verein ist wie IPA schwerpunktmässig im Bildungsbereich tätig. Über das Internet ist Suela Koçibellinj auf IPA gestossen und hat per E-Mail um eine Zusammenarbeit in der Region von Peshkopi gebeten.


Die Stadt Peshkopi liegt im nordostalbanischen Distrikt Dibër, unweit der mazedonischen Grenze. Die Region ist gebirgig, die Landschaft naturbelassen. Sie präsentiert sich wie andere Regionen Nordalbaniens: wenig geteerte Strassen, viele Schlaglöcher in den Naturstrassen, überall kaputte Infrastruktur (Schulen, Ambulanz-Stationen, medizinische Zentren).


Die Menschen leben in zum Teil verfallenen Steinhäusern und versuchen dank Selbstversorgung über die Runden zu kommen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch. Besonders jugendliche Schulabgänger bleiben aufgrund ihrer schlechten Bildung, die sie unter unzumutbaren Bedingungen erhalten haben, ohne Berufsausbildung und Perspektive.


In Fushë Alia, einem Dorf in der Nähe von Peshkopi, war die Grundschule (1. bis 5. Klasse) in einem Zustand, der keinen geregelten Schulbetrieb mehr möglich machte.


Das WC-Häuschen des
Schulhauses – ausser Betrieb


Der Boden war in allen Zimmern weitgehend zerstört. Den Kindern stand keine Toilette zur Verfügung. Das kleine WC-Häuschen, das etwa 50 Meter neben dem Schulhaus steht, war schon lange ausser Betrieb. Die alten Holzöfen konnten die hohen Räume kaum heizen. Die Kinder froren in den in dieser Gegend harten Wintern so sehr, dass die Lektionen oft auf 25 Minuten verkürzt werden mussten.

 

Das Hauptziel des Projektes bestand darin, die Grundschule von Fushë Alia wieder soweit instand zu stellen, dass der Unterricht unter angemessenen Bedingungen möglich ist. Dieses Ziel wurde erreicht. Der Gesamtaufwand für die Renovation belief sich auf CHF 43'000. Zur Hälfte wurde das Projekt von einer reformierten Kirchgemeinde, die anonym bleiben möchte, sowie von weiteren Kirchgemeinden, Gemeinden und Privaten finanziert.


IPA hat mit dem Verein Vizion O.J.F. einen starken Partner im Nordosten Albaniens gewonnen und erstmals in dieser Region ein Projekt realisiert. Auch Suela Koçibellinj, die neue IPA-Partnerin vor Ort, erlebte die Zusammenarbeit als bereichernd: «Jedes Mal, wenn mein Partner und ich alle zwei Wochen die Baustelle besuchten, wurden wir von Eltern der Schulkinder zum Essen eingeladen. Ihre Dankbarkeit war so gross, dass sie sich erkenntlich zeigen wollten. Mit der Zeit wussten wir kaum mehr, wie wir mit all den Einladungen umgehen sollten.»

 




Projekt Schulhaus-Renovation

 

 

schulhaus

 

suela

 

mauer

 

malerarbeiten

 

boden

 

schulzimmer