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Louvoung, Kamerun

 

Champion in allen Fächern


Die Schule von Louvoung in Kamerun entwickelte sich gut.
Was aber fehlte, waren Schulbücher. IPA konnte Abhilfe schaffen.


Louvoung ist ein Dorf in Nordkamerun mit etwa 3‘000 Einwohnern. Es liegt in der Waza-Logone-Ebene, unweit des Flusses Logone, der die Grenze zum Tschad bildet. Die dortige Schule hat einen guten Ruf: Der Direktor ist tüchtig, die Eltern sind engagiert und die Lehrer zuverlässig. Die Schule ist in den letzten Jahren stets gewachsen - von 350 Schülerinnen und Schülern im Jahre 2005 auf mittlerweile 800 Kinder. Unterrichtet werden die sechs Jahre Primarschule. So weit, so gut. Nur: Für die 800 Kinder und ihre sechs Lehrpersonen standen bisher für alle Stufen und Fächer lediglich 13 Schulbücher zur Verfügung.


13 Bücher für 800 Schüler...


Diese Situation behinderte das Lernen massiv. Die Kinder konnten nie etwas lesen, eine Sprachübung machen oder eine Rechenaufgabe lösen, ohne vorher alles von der Tafel abgeschrieben zu haben. Kommt dazu, dass viele Kinder keine Hefte haben, in die sie etwas schreiben könnten. Ausserdem sind bis zu 150 Schülerinnen und Schüler in einem Zimmer eingepfercht, so dass ein geregelter Unterricht ohne Hilfsmittel bisher fast nicht möglich war.


Vertreter des Elternrats und der Schule hatten von IPA gehört und darum gebeten, dass Mitarbeitende der Organisation die Schule besuchten. Während diesen Besuchen zeigte der Direktor die Mängel an der Infrastruktur und im Bereich der Lehrmittel auf. Zwar gäbe es an der Schule noch einiges mehr zu tun, doch IPA beschloss, sich angesichts des Budgets von CHF 5‘000 im Rahmen eines Ausrüstungsprojektes auf die Beschaffung von Büchern zu konzentrieren. Im Budget sind die Bücher, zwei grosse Eisentruhen, um die Bücher zu verstauen, der Transport und die Projektbegleitung enthalten.


Die Bücher gehören der Schule


Weil es die Mittel bei weitem übersteigen würde, alle 800 Kinder mit Büchern in allen Fächern auszurüsten, hat Aboukar Mahamat, der IPA-Partner vor Ort, mit Vertretern der Schule eine Liste der notwendigsten Lehrmittel erstellt. Insgesamt wurden schliesslich 20 Bücher für die Lehrpersonen gekauft (Lehrerausgaben, Lösungen usw.) und 394 für die Kinder (auf alle Fächer verteilt, aber hauptsächlich für Mathematik und Französisch).

 

Alle Bücher, genau gezählt und registriert, werden vom Elternrat verwaltet und stehen der Schule zur Verfügung. Das heisst, dass sie am Anfang einer Lektion von der Lehrperson abgeholt werden können und am Schluss wieder abgegeben werden müssen. Die Bücher gehören weder den Lehrpersonen noch den Kindern, sondern der Schule. Das bietet Gewähr, dass sie ihr erhalten bleiben – und zwar während Generationen.


Die einzige Schwierigkeit, die sich bei diesem Projekt ergab, wurde schon im Budget berücksichtigt: Die Verleger der Lehrmittel bringen zu wenige Exemplare auf den Markt, so dass die Bücher relativ teuer sind.


Für die Schule war die Bücherlieferung ein Ereignis. Aus der Registrierung und der Übergabe wurde eine Zeremonie vor circa hundert Personen. Anwesend waren: Eltern des Elternrats (und andere Eltern), die Lehrpersonen, traditionelle und religiöse Autoritäten und der Vertreter von IPA-Kamerun. Es gab vier Reden; es sprachen der Präsident des Elternrats, der Gründer der Schule, der IPA-Partner und der Schuldirektor.


Der Gründer der Schule, ein pensionierter Polizist, sagte: «Ich habe bereits am Sanierungsprojekt der grossen Schule in Maga gesehen, zu was IPA und ihr zuverlässiger Partner in Kamerun fähig sind.» Aboukar Mahamat gab das Kompliment zurück: «IPA wird es nie bereuen, die Schule von Louvoung unterstützt zu haben.»

 

Und der Direktor der Schule versprach: «Dank diesen Büchern wird jedes Kind, das diese Schule verlässt, ein kleiner Champion in allen
Fächern sein.» .

 




Projekt Schulbücher für Kamerun

 

 

 

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