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Krinë und Tranoshisht, Südalbanien

 

Ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe

 

Zwei südalbanische Dörfer erhielten die Ausrüstung für ihre medizinischen Einrichtungen – dank Spenden aus England.


Die Spendengelder für IPA kommen fast ausschliesslich aus der Schweiz – bis auf ein paar tausend Franken, die eine Gruppe aus England beisteuert. Sie trifft sich einmal im Jahr in Beaconsfield, das zwischen London und Oxford gelegen ist, zu einem Charity-Lunch mit Tombola sowie einigen «Coffeemornings» und wird von Diana Wallace geleitet, der Schwester von IPA-Geschäftsleiter Pietro Tomasini.


Zur Hauptsache dank englischem Geld kamen die beiden in Südalbanien gelegenen Dörfer Tranoshisht und Krinë zu dringend benötigter medizinischer Grundversorgung.


Dringend benötigte
medizinische Versorgung


In Krinë wurde ein medizinisches Zentrum (das heisst, hier gibt es einen Arzt) eingerichtet, in Tranoshisht eine Ambulanzstation mit einer Krankenschwester. Krinë liegt auf etwa 700 Metern, Tranoshisht auf rund 900 Metern, die Strasse dorthin endet wie eine Sack-
gasse schon mitten in den Bergen. Die meisten Menschen, die geblieben sind, versorgen sich weitgehend selber. Viele, vor allem Junge, sind in die nächste grosse Stadt (Gjirokastër) oder nach Griechenland abgewandert.


In den meisten kleinen Dörfern Albaniens fehlt es an medizinischer Betreuung. Im Falle von Tranoshisht und Krinë war es genau so: Die Arzneimittelschränke waren praktisch leer, und in der Ambulanzstation gab es nicht einmal fliessend Wasser. Die Krankenschwester verfügte über einen einzigen Stuhl, der erst noch nur drei Beine hatte.


Nicht einmal fliessendes Wasser


Selbst einfachste Diagnosegeräte wie Fiebermesser, Blutdruckmesser oder Waage fehlten. Und der Weg ins Spital von Gjirokastër führt über enge und holprige Schotterstrassen und ist so beschwerlich, dass er nur im äussersten Notfall unternommen wird; abgesehen davon, dass sich ein Bewohner eines Bergdorfes eine Behandlung im Spital kaum leisten kann.


Die Initiative für die Projekte (Aufwand: 6‘500 Franken) kam vom Präsidenten der Kommune Antigone, zu der die beiden Dörfer gehören. Er arbeitet seit 5 Jahren mit IPA zusammen und ist sehr initiativ und engagiert. An jedem IPA-Projekt, das in seiner Gegend realisiert wird, beteiligt sich die Kommune mit einem kleinen Betrag.


Die nunmehr angebotene medizinische Betreuung in Tranoshisht und Krinë hat eine grosse Wirkung in der ganzen Region. Die Zahl der Kranken, die sich behandeln lassen, hat sich markant erhöht, und der Gesundheitszustand in der Bevölkerung wurde verbessert.

 

«Es ist erstaunlich», sagt der zuständige Arzt, «wie das Projekt ein Gefühl von Sicherheit und damit viel Ruhe in die beiden Dörfer gebracht hat.»

Projekt Medizinische Versorgung, Albanien

 

 

 

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