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Shkopet, Zentralalbanien

 

«Danke IPA»

 

Ein weiterer dringender Fall: Im albanischen Shkopet renoviert IPA das Schulhaus – ein Langzeitprojekt.


Auf den ersten Blick sah das Schulhaus von Shkopet im Distrikt Mat in Zentralalbanien gar nicht so schlecht aus. Doch der Schein trog: Bevor IPA die Sanierungsarbeiten in Angriff nahm, befand sich das Gebäude in einem miserablen Zustand. Wasser drang durch das Dach, und an verschiedenen Stellen waren die Ziegel abgebrochen. Das eindringende Wasser hatte die Decke beschädigt und tropfte in die Schulzimmer. Die drei Steh-WCs waren ausser Betrieb.

 

Nicht nur die Toilettenanlage musste instand gestellt werden, sondern auch alles andere im WC-Raum: Fenster, Türen, Verputz, Bemalung, Plättli. Auch der Zustand eines Schulzimmers liess keinen Unterricht mehr zu. Es brauchte neue Fenster, eine neue Türe, neue Schulbänke und Stühle, eine neue Wandtafel, auf der sich schreiben lässt, und einen Schrank für das Schulmaterial.

 

Elternverein engagiert sich für eine bestmögliche Bildung

 

Die ländliche, abgelegene und bereits gebirgige Gegend um Shkopet ist von der Armut besonders betroffen. Ein Lichtblick immerhin: Die 9-Jahresschule (1. bis 9. Klasse) plus Kindergarten liegt an einer geteerten Strasse und ist entsprechend gut erreichbar. Sie ist die wichtigste Schule in der Region.


Vor der Renovation musste der Kindergarten wegen der bautechnisch Besorgnis erregenden Situation geschlossen werden, und von den 90 Kindern, die eigentlich unterrichtet werden sollten, waren nur etwas über 70 regelmässig anwesend.


Die Initiative, die Schule zu renovieren, kam vom Direktor; er hatte sich an Ali Brahimi, den IPA-Partner für Nordalbanien, gewandt. Der Direktor wird vom Elternverein der Schule unterstützt. Dieser Verein ist sehr engagiert und setzt sich für die bestmögliche Bildung ein. So konnte er zum Beispiel die zuständige Erziehungsdirektion überzeugen, die Schule benötige einen Englischlehrer.


IPA besuchte die Schule erstmals im Oktober 2006, konnte aber bis 2009 keine Spender finden. Schliesslich war der Verein Chramschopf in Zollikerberg bereit, die Phase I der Schulhaus-Sanierung in der Höhe von 14‘950 Franken zu übernehmen. Der Chramschopf ist eine Institution, in der geschenkte Waren zu günstigen Preisen verkauft werden. Sie überlegt sich, auch die Phase II zu finanzieren. Geplant ist, in diesem Jahr weitere Schulzimmer einzurichten und eventuell den Kindergarten wieder zu eröffnen. Phase III und allfällige weitere wären für die kommenden Jahre vorgesehen – je nach den zur Verfügung stehenden Mitteln.


Die Dorfbevölkerung schleppte das Baumaterial und die Einrichtungsgegenstände eigenhändig zum Schulhaus


Die Umsetzung der Phase I verlief letztes Jahr ohne besondere Probleme. Schwierigkeiten gab es nur bei den Toiletten: Zu Beginn der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Rohre, die das Wasser zu den Toiletten und von dort wieder ins Abwasser leiten, in einem schlechten Zustand waren. Sie mussten zuerst gereinigt und diejenigen, die undicht waren, ersetzt werden.

 

Viele Eigenleistungen wurden von lokalen Kräften erbracht. So bezahlte die Kommune eine Verbindungstüre vom Schulzimmer in einen Nebenraum.

 

Die Baufirma übernahm die Kosten für die nicht im Budget vorgesehene Sanierung der Wasserleitungen und für den Verputz im Schulzimmer. Und weil die kurze Zufahrt von der geteerten Strasse bis zur Schule nicht befahrbar war, schleppte die Dorfbevölkerung das Baumaterial und die Einrichtungsgegenstände eigenhändig von der Strasse bis zum Schulhaus.

 

Durch die Renovation des Schulzimmers, in dem vorher nicht mehr unterrichtet werden konnte, stehen jetzt insgesamt fünf Schulzimmer zur Verfügung. Folge: Die Klassen 1 bis 4 werden in je zwei Kollektivklassen unterrichtet, ebenso die Klassen 6 bis 9, aber die 5. Klasse kann nun einzeln im renovierten Schulzimmer unterrichtet werden. Das ist vor allem deshalb erfreulich, weil vor kurzem in Albanien ein neues Gesetz verabschiedet wurde, das verlangt, dass in jeder 9-Jahresschule die 5. Klasse separat unterrichtet werden muss.


Wie dankbar die Leute von Shkopet für die Hilfe aus der Schweiz sind, zeigte sich anlässlich eines Besuches im Oktober 2009. Als der Kommunepräsident die Türe zum renovierten Schulzimmer öffnete und die IPA-Delegation eintreten konnte, nahm er als erstes eine Kreide in die Hand und schrieb zwei Wörter auf die neue blaue Wandtafel: «Danke IPA.»

Projekt Schulhausrenovation, Albanien

 

 

 

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tuere

 

 

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